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Mit Data Management in die Zukunft blicken

Der in Unternehmen verfügbare Datenberg – auch „Big Data“ genannt – wird immer größer und undurchsichtiger. Der Auswertung dieser Daten kommt branchenübergreifend eine immer wichtigere Rolle zu. Gelangen die gesammelten Zahlen und Fakten in die richtigen Hände, lassen sich aktuelle Situationen und bestehende Prozesse sehr detailliert analysieren. Im besten Fall erlauben sie punktgenaue Prognosen für die Zukunft. Erika Schuh ist als SPORT 2000 International Business Analystin die erste Ansprechperson im Data Management. Sie unterstützt die internationale Sportfachhandelsgesellschaft und all ihre Mitglieder in der Erstellung von Umfragen sowie Auswertung und Analyse von Daten. Eine Disziplin die vor allem im Handel nicht mehr wegzudenken ist: „Jedes Unternehmen muss ein funktionierendes Data Management besitzen. Es reicht nicht aus, Daten zu sammeln und zu besitzen. Sie müssen strukturiert und logisch sowie qualitativ aufbereitet werden, damit sie sinnvoll und erfolgsbringend eingesetzt werden können.“

Erika Schuh SPORT 2000

Business Analyst Erika Schuh

Mit Data Management zum Erfolg

Ob stationärer Handel oder Onlineshop. Beide Vertriebsformen brauchen strategisches Informationsmanagement, um effizient zu arbeiten. Nur so lässt sich Kundenverhalten detaillierter erfassen und schneller auf Sortimentsentscheidungen reagieren. Richtig angewandt führt dies zu einem klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Mitbewerb.

Herausforderung: Data Management im Sportfachhandel

Der Sportfachhandel unterscheidet sich beim Datenmanagement vom regulären Einzelhandel. So weist die Verfügbarkeit von POS Daten, bis heute viele Schwachstellen auf. „Im Sportfachhandel wird mit unterschiedlichen Wirtschaftssystemen gearbeitet. Hier liegt die Herausforderung darin, die Daten so zu harmonisieren, dass sie auch wirklich vergleichbar und analysefähig sind“, hebt Schuh das schwierige Umfeld in der Branche hervor. Gemeinsam mit der Industrie und anderen Verbänden arbeitet man konsequent an einer Harmonisierung. „Dieses Problem beschäftigt alle Teilnehmer im Sportfachhandel. Daher versuchen wir gemeinsam die Daten zu standardisieren, wie zum Beispiel durch die konsequente Aktualisierung der Produkt Klassifizierungen im Warengruppenschlüsssel FEDAS. Auch das Preis- und Katalogdatenregister PRICAT entwickeln wir zusammen stetig weiter“, betont Schuh die erfolgreiche übergreifende Zusammenarbeit, die nicht nur international, sondern auch auf nationaler Ebene stattfindet: „Einige SPORT 2000 Länder pflegen einen direkten Datenaustausch mit der Industrie, um beispielsweise Artikelstammdaten oder Content für den E-Commerce auszutauschen.“

Daten: Internationale Unterstützung für SPORT 2000 Länder

Als internationale Dachorganisation unterstützt Sport 2000 International ihre Mitgliedsländer im Data Management. Neben dem Sammeln und Analysieren von Daten stellt Erika Schuh auch Reportings her und versorgt die Mitglieder mit aktuellen internationalen Studien. Von den Daten, welche die Länder mit dem Verband teilen, profitieren schlussendlich alle. „Durch die Analyse der vorhandenen Daten erstellen wir eine Benchmark an der sich alle Länder orientieren und vergleichen können. Das große zukünftige Ziel ist, eine gemeinsame Sport 2000 Datenbank zu realisieren, in der wir die POS Daten aller Mitgliedsländer zusammenführen und analysieren. Auf dieser Basis können wir frühzeitig Trends erkennen, Risiken vermeiden und die SPORT 2000 Ländern frühzeitig unterstützen“, erklärt Schuh den Vorteil einer gemeinsamen Datenbank. Das laufende Projekt stellt auch einen großen Wert für die Industrie dar, da es einen gesammelten Einblick in den Verkauf von Artikel auf internationaler Ebene ermöglicht.

Datenschutz: Unternehmen tragen Verantwortung

Datenschutz spielt beim Erfassen und Verarbeiten der Informationen eine immer tragendere Rolle. Unternehmen unterliegen aus diesem Grund gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Arbeit mit Daten. „Datenschutz ist ein wichtiges Thema, das ernst genommen werden muss. Wir als Unternehmen tragen eine große Verantwortung, was mit den erhobenen Daten passiert vor allem wenn es sich um personenbezogene Daten handelt. So wird die SPORT 2000 International mit all ihren Mitgliedern eine Datennutzungsvereinbarung abschließen, die jede Landesgesellschaft, unter Berücksichtigung der eigenen Datenschutzgesetze, unterschreiben wird“, hebt Schuh die Wichtigkeit von Datenschutz hervor.

Der Blick in die Zukunft

Die Entwicklungen im Data Management schreiten rasant voran und die Macht der Daten wird in den kommenden Jahren immer weiter zunehmen. Der Fokus des Data Management liegt laut Erika Schuh zukünftig eindeutig auf „Predictive Analytics“ und der Automatisierung von Daten: „Das Ziel ist, selbstlernende Algorithmen zu entwickeln, um abnormale Trends oder Bewegungen frühestmöglich zu erkennen, diese aufzugreifen oder gegenzusteuern. Gerade die aktuelle Situation rund um Covid-19 zeigt uns, wie schwierig sich ein Blick in die Zukunft gestaltet. Data Management kann uns hier unterstützen, indem es ein breites Spektrum an Kennzahlen – sogenannten KPIs – berücksichtigt, die das Geschäft beeinflussen, um es in Zukunft besser zu steuern und zu planen.“

Photo credits: Fauxels/Pexels.com